Kambove (Demokratische Republik Kongo)

Kambove in der Demokratischen Republik Kongo ist eine Bergbaugemeinde 27 Kilometer nördlich von Likasi mit 36.000 Einwohnern. Die Schließung der Minen zerstörte die lokale Wirtschaft und damit auch die Infrastruktur. Da Tausende arbeitslos wurden, verzeichnete Kambove einen massiven Anstieg der Prostitution, was die Ausbreitung von HIV in der Region weiter verschärfte. Die ärmste Gemeinde rund um Kambove heißt Kiwewe. Auf Initiative von Hands at Work kamen die örtlichen Kirchen zusammen, um eine gemeinnützige Organisation von Freiwilligen zu gründen, die sich für die Ärmsten der Armen einsetzt. Im Jahr 2009 wurde die CBO (Community Based Organization) Maisha (was „Leben“ bedeutet) gegründet, die einzige Organisation in ganz Kambove, die sich aktiv um Kinder kümmert.

Anzahl unterstützer Kinder: 200

Anzahl Care Worker: 17

Entfernung vom nächsten Hands at Work Service Center: 30 km

Beginn der Arbeit: 2010

Die Care Worker identifizierten sofort mehr als 500 verwaiste und schutzbedürftige Kinder, die dringend Pflege benötigten. Sie haben seitdem die ärmsten dieser Kinder in ihre Obhut genommen. Die Kinder erhalten eine warme Mahlzeit am Tag und Zugang zu Bildung und Gesundheitsfürsorge. Außerdem besuchen die Care Worker regelmäßig die Kinder in ihren Häusern.

Die Minen haben auch die Wasserquellen für die Gemeinde verschmutzt, sodass nur eine einzige Quelle für sauberes Wasser für die gesamte Gemeinde zugänglich ist. Viele Menschen verwenden kontaminiertes Wasser zum Waschen, Kochen und Trinken. Der Care Point, der 2015 gebaut wurde, ist leider weit entfernt von der Wasserquelle. Aber mit neuen Toiletten und viel Platz zum Spielen für die Kinder ist ein neuer Lebensraum für die Hilfsbedürftigen in Kambove entstanden.

Die Care Worker (freiwillige Helfer) in Kambove achten immer darauf, die Ärmsten der Armen und Schwächsten zu erreichen. Sie führen regelmäßig eine Neubewertung der Kinder durch, um sicherzustellen, dass diejenigen, die sie unterstützen, am dringendsten Pflege benötigen. Die Anzahl der Kinder wurde im Laufe der Jahre immer wieder erhöht; inzwischen werden hier 200 Kinder versorgt.

Da die ursprüngliche Finanzierung für Kambove (durch eine Stiftung) ausgelaufen ist, suchen wir neue Paten für die Kinder in Kambove!


Die Geschichte von Brenda

Die Gefühle von Schmerz, Verlust und Trauma sind allzu vertraut für die zwölfjährige Brenda*. Sie ist mit ihren Eltern und 12 Geschwistern in einer Gemeinde mehrere Stunden entfernt von Kambove aufgewachsen. Ihre Mutter hatte viele Jahre mit einer Krankheit zu kämpfen und war deshalb nicht in der Lage, für ihre große Familie zu sorgen. Obwohl ihr Vater versuchte, die Familie zu versorgen, war er nicht in der Lage, alle Kinder zur Schule zu schicken oder auch nur genug zu Essen zu kaufen, da der Großteil des Einkommens für die Gesundheitsversorgung von Brendas Mutter benötigt wurde. Der Mangel an Nährstoffen führte bei den Kindern zu starker Unterernährung.

Tragischerweise starb 2018 Brendas Mutter und schon ein Jahr danach ihr Vater. Wie in vielen afrikanischen Gemeinden üblich, wurden die Kinder nach dem Tod der Eltern zu Verwandten gebracht. Als Brenda zu ihrem Onkel und ihrer Tante in Kambove zog, verschlechterte sich ihre Gesundheit und weder ihr Onkel noch ihre Tante hatten Arbeit. Obwohl sie verzweifelt versuchten, ein Stück Land zu bewirtschaften, reichte das nicht für ihre eigenen neun Kinder und Brenda. Der Mangel an Fürsorge und Ernährung führte dazu, dass es Brenda immer schlechter ging.

Beim Besuch von anderen Familien in ihren Häusern stießen Care Worker aus der CBO Maisha zufällig auf Brenda und ihre Familie. Als sie sahen, wie extrem unterernährt Brenda war, luden sie sie zum Care Point ein, wo sie täglich eine nahrhafte warme Mahlzeit und Zugang zu Bildung und grundlegender Gesundheitsversorgung erhält. Durch die gute Versorgung begann sich Brendas Zustand langsam zu verbessern, und sie konnte zur Schule gehen – sie ist jetzt in der 4. Klasse. Sie liebt es, Kleidung zu nähen und am Care Point mit den anderen Kindern Springseil zu spielen.

Durch die Liebe und Akzeptanz, die sie von den Care Workern erfährt, ist Maisha ein sicherer Ort für Brenda geworden. Die Care Workerin Mama Theresa besucht Brenda und ihre Familie zu Hause, vertieft dadurch ihre Beziehung zu ihnen und bringt dringend benötigte Liebe, Unterstützung und Ermutigung für die ganze Familie.
*Name geändert